Dass Reittherapie etwas mit Pferden zu tun hat ist jedem klar - aber:
Warum setzten wir gerade Pferde ein?
Was können Pferde uns Menschen geben, was uns kein anderes Tier geben kann?
Was ist das besondere an dieser Arbeit?
Antworten auf diese Fragen finden sich unter anderem in der gemeinsamen Geschichte
von Mensch und Pferd. Diese Geschichte ist schon sehr, sehr lang und eng miteinander
verbunden.
Pferde haben Menschen auf ihrem Weg zur Zivilisation begleitet und diese in
großenTeilen sogar erst ermöglicht. Daraus resultiert eine tiefe Verbundenheit.
Noch heute assoziieren wir mit dem Pferd Freiheit, Abenteuer, Mut und Stärke - aber
auch Sanftheit und Treue. Pferde sind Symbol menschlicher Taten, Erfahrungen,
Wünsche und Phantasien. Sie sprechen unsere Emotionen in ganz besonderer Weise an.
Pferde sind fürsorglich. Sie tragen den Klienten und fördern dabei gleichzeitig Verantwortung
und Mut, denn es muss geführt und gesteuert werden.
Vom Rücken eines Pferdes übertragen sich Schwingungsbewegungen auf den Reiter,
die zu einem Bewegungsdialog zwischen Mensch und Pferd führen.
Pferde sind daher in der Lage ungeahnte Impulse für Verhaltensänderungen zu geben.
Diese Impulse können selbst nur schwer zugängliche Menschen ansprechen.
Der eigentliche Therapeut ist nicht der Mensch - sondern das Pferd
Die positive Wirkung entfaltet sich aber nicht von selbst. Der methodische Weg des Lernens
muß auf die jeweilige Aufgabenstellung genau abgestimmt werden.
Der Therapeut greift die Impulse auf und setzt sie so ein, dass der Klient daran wachsen kann.
« Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten »
Christian Morgenstern